Geschichte

Hohenzollern blieb nach der Reformation ein katholisches Land. Die Evangelischen bildeten eine verschwindende Minderheit. In der Folge des Übergangs an Preußen im Jahr 1850 wurden die ehemaligen hohenzollerischen Fürstentümer Hechingen und Sigmaringen zu einem preußischen Regierungsbezirk zusammengeschlossen. Die Hohenzollerischen Lande leisteten 1851 auf der Burg Hohenzollern König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Erbhuldigung.

Als die Zahl der Evangelischen durch Zuzug von preußischen Beamten und Militärpersonen – aber auch durch Zuwanderung von Arbeitern in die aufstrebende Textilstadt allmählich anstieg, war es erforderlich, für sie 1853 einen Pfarrvikar zu bestellen. Ein erster provisorischer Kirchenvorstand der Evangelischen Gemeinde wurde 1855 gewählt.

Auf Anordnung des Königs Friedrich Wilhelm IV. baute Ingenieur Hauptmann Heinrich von Blankenburg nach einem Plan von Friedrich August Stüler in den Jahren 1856/57 die evangelische Kirche in Hechingen – die erste in Hohenzollern.

Der Königsstuhl: Bauherr König Friedrich Wilhelm IV. hatte seinen eigenen Sitzplatz im Chor