Besonderheiten

Das bronzene Altarkruzifix stammt eventuell aus dem frühen 9. Jahrhundert. Die Christusdarstellung ist für diese Epoche jedenfalls nicht ungewöhnlich: Christus trägt eine Königskrone, als Lendenschurz den Königsmantel. Seine Füße stehen parallel auf dem Suppedaneum, dem Fußbrett, sind aber nicht durchbohrt. Bis heute konnte allerdings nicht mit Sicherheit geklärt werden, ob es sich bei dem Kruzifix um das Original aus früher karolingischer Zeit oder um eine Kopie des 19. Jahrhunderts handelt.

Für die wachsende Zahl der evangelischen Gemeindemitglieder reichten die ursprünglichen 150 Plätze der Kirche bald nicht mehr aus. 1905/06 erweiterte der Architekt Wilhelm Friedrich Laur die Kirche durch das Einschieben eines Querschiffs und den Einbau von Emporen. Anlässlich dieser Erweiterung erhielt die Kirche eine Altarbibel als Geschenk des Patronatsherrn Kaiser Wilhelm II. mit der eigenhändiger Widmung:

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“.
Wilhelm IR. Zum 7. Oktober 1906.

Es handelt sich dabei um den Spruch auf dem Sarkophag seiner Großmutter Kaiserin Augusta im Mausoleum des Schlossparks Charlottenburg.